Kontrastmittelinjektor für den CT

Einführung
Der Kontrastmittelinjektor wurde von seleon für die intravenöse Injektion von Kontrastmitteln und isotonischen Kochsalzlösungen für die Computertomografie in Verbindung mit einer Untersuchung mittels CT- und CT-PET Scannern entwickelt.

Die Injektionspumpe dient einer reproduzierbaren Abgabe von Kontrastmittel in eine periphere Vene des Patienten über ein steriles Schlauchsystem. Der Injektor kann neben der isotonischen Kochsalzlösung mit bis zu zwei identischen oder verschiedenen, aber miteinander kompatiblen Kontrastmitteln bestückt und betrieben werden.

Aufgabe
Mit der Neuentwicklung des Gesamtsystems sollte eine Vereinfachung der Handhabung erzielt werden. Ein schnellerer Disposable-Wechsel sowie ein höherer Injektionsfluss bei einem Injektionsdruck bis zu 20 bar gehörten ebenso zu den Anforderungen an das neue Gerät. Eine ästhetischere Erscheinung bzw. die Integration in die jeweilige CT-Umgebung gehörten ebenfalls zu den Herausforderungen für seleon. Eine kostengünstigere Herstellung des Disposables rundete die Entwicklungsüberlegungen ab.

Ergebnisse
seleon führte die Entwicklung über alle Phasen: vom Konzept über die Funktionsmuster, Prototypen (inkl. Zulassung) bis zur Serienüberführung. Dabei hatte seleon die Projektleitung sowie die Koordination der externen Projektbeteiligten inne. Nachfolgend werden die Einzelheiten der Ergebnisse näher betrachtet. Das Disposablesystem, Multi-use Disposable („Pumpenschlauch“) umfasst die Schnittstellen zu geräteinterner Sensorik sowie Partikelfilter und Rückschlagventile. Es verbleibt bis zu 24 Stunden im Gerät, bei beliebiger Anzahl Injektionen. Der Wechsel des „Patientenschlauchs“, Single-use Disposable, ist hygienisch einwandfrei in kürzester Zeit möglich. Als Verbrauchsmaterial fällt nur ein kleines Stück Schlauch an. Die Elektronik entspricht den hohen Anforderungen an Patientensicherheit und Gerätezuverlässigkeit. Diese werden durch eine redundante Überwachung und Auswertung sicherheitsrelevanter Größen gewährleistet. Im Bereich Firmware wurden die zu erledigenden Aufgaben auf verschiedene Mikrocontroller verteilt. Ein Panel-PC mit Touchscreen steht für die Auswertung der Daten zur Verfügung. Die Kommunikation zum Injektor erfolgt via Bluetooth bzw. LWL. Im Rahmen der Mechanik und Konstruktion arbeitete seleon intensiv mit einem externen Designbüro zusammen. Der Gerätekopf beinhaltet die komplette Sensorik, Aktorik und Injektorsteuerung. Ein universaler Flaschenhalter für Flaschen von 50 ml bis 1.000 ml, mit optionaler Warmhaltung ist integriert, ebenso ein Gerätefuß inkl. Aufnahme für Netzteil, Akkus und periphere Anschlüsse. Außerdem wurde eine Lösung für die Montage an einem Tragarm entwickelt.

Vorteile
Mit der Gesamtentwicklung des Kontrastmittelinjektors kann der Kunde auf das gebündelte Know-how von seleon zugreifen. Sowohl bei Fragen zur Entwicklung als auch zu Herstellung und Ausführung eixstieren detaillierte Unterlagen im Unternehmen. Der Kunde erhält ein leistungsfähiges, mit bestem Service ausgestattetes und wirtschaftlich erfolgreiches Gerät.