Geräteentwicklung für die Telemedizin

Einleitung

Bei einem Patienten wird eine Basisstation, der sogenannte "Health Buddy", zu Hause installiert. Der Health Buddy misst und überträgt täglich sowohl Vitalparameter, Symptome, Verhalten und Wissensstand des Patienten. Diese Informationen werden an das Telemedizinische Zentrum im Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart weitergeleitet. Die Patienten empfangen über die Basisstation individuell zugeschnittene Informationen, um nach und nach sicherer mit der Krankheit umgehen zu können. Das Telemedizinische Zentrum wertet die Daten täglich aus und nimmt bei Bedarf Kontakt zum Patienten, ggf. auch mit dem behandelnden Arzt auf. Teilnehmende Haus- bzw. Fachärzte haben über eine geschützte Internetanwendung jederzeit Zugriff auf die Parameterverläufe ihrer Patienten.(Quelle: telemedizin.fokus.fraunhofer.de)

Aufgabe

Die Firma seleon wurde mit der Entwicklung dieses Gerätes beauftragt.

Nachfolgende Aufgabenstellungen wurden definiert:

Mechanik
In Zusammenarbeit mit einem externen Designbüro und dem Kunden wurde ein Gehäusekonzept erarbeitet und mit der CAD-Software Solid Works umgesetzt. 

Bei der Umsetzung der Produktidee spielten die Einfachheit des Gehäuseskonzeptes, die Gebrauchttauglichkeit des Gerätes, die kostenseitige Optimierung der Herstellverfahren und die kostenoptimierte Serienfertigung eine wesentliche Rolle.

Weiterhin bestand die Aufgabe darin, das Produkt in die Serie zu überführen.

Elektronik
In Zusammenarbeit mit dem Kunden wurde die vorgegebene Schaltung durch seleon bearbeitet und als Leiterplatte weiterentwickelt und für die Serienproduktion ausgelegt.

Ergebnisse

Durch seleon wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Designbüro und dem Kunden ein dreiteiliges Gehäusekonzept entwickelt. Über mehrere Entwicklungsstufen wurden Funktionsmuster und Prototypen mit Rapid Prototypingverfahren hergestellt. Diese dienten zur Qualifizierung des Gerätes. Mit diesen Erkenntnissen wurde seleon beauftragt Lieferanten für die Spritzgusswerkzeuge und – teile auszuwählen. Dabei stand die Aufgabe Lieferanten weltweit anzufragen und zu auditieren. 
Im Ergebnis dieser Auswahl wurde der Auftrag für den Werkzeugbau und die Lieferung der Kunststoffteile an eine chinesische Firma vergeben. Während dieser Phase bestand enger Kontakt zwischen seleon und dem Lieferanten.
Die Entscheidung zur Serienfertigung wurde durch den Kunden getroffen. Ein Lieferant aus dem europäischen Ausland erhielt den Zuschlag. Mit der Fertigung der Leiterplatten  wurde ebenfalls dieser Lieferanten beauftragt.
seleon wurde mit der Koordinierung der Aufgaben zur Serienüberführung beauftragt.
Das Projekt endete mit einer erfolgreichen Nullserienproduktion.